Muskelverspannung: Ursachen

Muskelverspannung: Ursachen Stundenlanges Sitzen vor dem PC begünstigt Muskelverspannungen.

Die Ursachen für Muskelverspannungen sind vielfältig. Eine falsche Körperhaltung, zu wenig Bewegung oder Stress zählen zu den typischen Auslösern. Seltener sind strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule oder andere Grunderkrankungen die Ursache dafür, dass sich die Muskulatur in Nacken, Schultern oder Rücken schmerzhaft zusammenzieht.

Muskelverspannungen können vielfältige Ursachen haben

Muskelverspannungen gehen meist auf Fehlhaltungen bzw. eine Überbelastung der Muskulatur zurück. Oft spielen auch psychische Faktoren eine wesentliche Rolle, da auch Stress, Ängste und Sorgen dazu führen können, dass sich die Muskeln in Nacken, Schulter und Rücken schmerzhaft zusammenziehen.

Muskelverspannung: Ursachen im Überblick

  • Fehlhaltungen
    Unphysiologische, das heißt unnatürliche Körperhaltungen wie z. B. langes Sitzen in starrer Position am PC oder im Auto, falsche Schlafposition aber auch Hohlkreuz, Senkfuß etc.
  • Zu wenig Bewegung bzw. untrainierte Muskulatur
    Bewegungsmangel bringt die Muskulatur aus dem Gleichgewicht und kann zu Muskelverkürzungen führen. Untrainierte Muskeln reagieren bereits auf leichte, ungewohnte Belastungen empfindlich.
  • Überbelastung der Muskulatur
    z. B. durch schwere körperliche Arbeit mit ungewohnten, monotonen Bewegungsabläufen (z. B. bei der Haus- oder Gartenarbeit), durch Übergewicht oder Schwangerschaft.
  • Psychische Faktoren
    Innere Anspannung durch Stress, Überforderung, Ängste oder Depressionen schlägt sich auch auf die Muskulatur nieder. Gerade die Nacken- und Schultermuskeln sind echte „Stressmuskeln“.
  • Zugluft
    Auch ein kalter Luftzug kann dazu führen, dass sich die Muskulatur schmerzhaft zusammenzieht.
  • Erkrankungen der Wirbelsäule
    z. B. Bandscheibenvorfall, Skoliose.
  • Andere Grunderkrankungen
    z. B. Osteoporose.

Durch die genannten Einflüsse kommt es zu einem Anstieg des Muskeltonus (Grundspannung der Muskulatur), der mit einer Beeinträchtigung der Durchblutung und der Sauerstoffversorgung einhergeht. Die Folge: Die Muskulatur verhärtet sich und schmerzt. Die harten Muskeln reizen außerdem die Nervenwurzeln, sodass es zu kleinsten Entzündungen (Mikroentzündungen) kommt.

Wenn die Verspannungen zum Dauerzustand werden

Langanhaltender Stress und eine gewohnheitsmäßige Fehlbelastung können dazu führen, dass die betroffene Muskulatur infolge der ständigen Anspannung ihre natürliche Dehnbarkeit verliert, sich immer weiter verkürzt und verhärtet – chronische Muskelverspannungen sind die Folge. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig gegen die Schmerzen vorzugehen und die Verspannungen aufzulösen. Mehr zur Behandlung .

Muskelverspannung, Muskelkater oder -krampf?

Die Begrifflichkeiten sind verwirrend – wann spricht man von einer Muskelverspannung, wann von Muskelkater oder einem Muskelkrampf? Und worin unterscheiden sich die Beschwerden?

Muskelverspannungen

Muskelverspannungen

Muskelverspannungen können grundsätzlich in allen Körperregionen auftreten, allerdings ist die Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur besonders anfällig.

  • Muskelverspannungen entstehen durch eine dauerhafte Anspannung der Muskulatur, z. B. infolge von Fehlbelastungen oder Stress.
  • Muskelverspannungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sich die Grundspannung (Muskeltonus) der betroffenen Muskulatur erhöht. Die Muskulatur ist verhärtet, schmerzt und kann sich mit der Zeit verkürzen.
  • Werden Verspannungen nicht behandelt bzw. die Ursachen nicht behoben, können die Beschwerden chronisch werden.
Muskelkater

Muskelkater

Auch ein Muskelkater kann in allen Muskelgruppen auftreten.

  • Ein Muskelkater entsteht nach ungewohnter Beanspruchung, z. B. beim Sport oder bei der Arbeit in Haus und Garten.
  • Früher galt die Hypothese, dass Milchsäure (Laktat), die bei höheren Belastungen vermehrt gebildet wird, den Muskelkater auslöst. Heute geht man davon aus, dass die Beschwerden durch kleinste Risse in den Muskelfasern hervorgerufen werden.
  • In der Regel ist ein Muskelkater innerhalb weniger Tage abgeklungen.
Muskelkrampf

Muskelkrampf

Unter einem Muskelkrampf versteht man ein plötzliches, schmerzhaftes Zusammenziehen der Muskulatur, das nur kurz andauert. Wadenkrämpfe sind besonders verbreitet.

  • Muskelkrämpfen liegt meist eine Störung im Elektrolythaushalt (z. B. Magnesiummangel) zugrunde. Ältere Menschen, Schwangere und Sportler sind häufig von Wadenkrämpfen betroffen. Darüber hinaus können Muskelkrämpfe auch im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen und mit der Einnahme von Medikamenten auftreten.
  • Ein einfacher Muskelkrampf lässt sich meist durch eine vorsichtige Dehnung der betroffenen Muskulatur aufheben. Zusätzlich kann die Einnahme von Mineralstoffen sinnvoll sein.
Wichtig: Muskelschmerzen können auch im Zusammenhang mit Infekten oder ernsten Grunderkrankungen auftreten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihren Beschwerden eine Grunderkrankung oder eine Verletzung zugrunde liegen könnten, konsultieren Sie bitte Ihren Hausarzt.
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